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Soziallöhne

Arbeitsintensive Branchen sind entscheidend von der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten abhängig. Andererseits liegt hier auch der größte Kostenfaktor.

 

Ein möglicher Kostentreiber sind die bezahlten Ausfallzeiten. Neben den gesetzlich und tariflich geregelten Feier- und Urlaubstagen sind es vor allem die Krankheitstage. Und diese wiederum sind von Faktoren abhängig, die durchaus von der Unternehmensleitung beeinflusst werden können.

 

Bei der Kostenrechnung werden die Ausfallzeiten meist als sog. Soziallöhne in die Kalkulationslöhne eingerechnet. Wieviel macht das aus und wie sieht es eigentlich bei den Auszubildenden aus, die ja auch noch schulische Ausfallzeiten haben?

 

Die von den Verbänden herausgegebenen Informationen über die Zuschlagssätze gehen i.d.R. auf solche Feinheiten nicht ein. Für kleinere und ausbildungsaktive Unternehmen spielen der Arbeitseinsatz von Auszubildenden und die damit verbundenen Kosten aber durchaus eine Rolle.

 

Die OTB-Tabellen von ZieglerControl ermitteln die Soziallöhne ziemlich präzise und berücksichtigen auch, in welchen betrieblichen Arbeitsbereichen die Auszubildenden eingesetzt werden. Ein Zahlenbeispiel, erzeugt mit der Plankostenrechnung von OTB-KL soll das verdeutlichen.

 

Das Zahlenbeispiel ergibt, dass bei den gewerblichen Arbeitnehmern des Betriebs im Durchschnitt 22,5 % auf die vereinbarten Stundenlöhne aufgeschlagen werden müssen, um im Kalkulationslohn die Ausfallzeiten zu berücksichtigen. Bei den Auszubildenden sind es in diesem konkreten Fall 96,9 %. Variiert man die Werte in den (weißen) Eingabefeldern, so kann man schnell erkennen, wie stark sich erhöhte Ausfallzeiten in den Lohnkosten und der eigenen Wettbewerbsfähigkeit niederschlagen.

 

Ganz nebenbei verdeutlicht das Beispiel, dass es sich bei 2021 um ein "arbeitgeberfreundliches" Jahr mit wenigen bezahlten Feiertagen handelt.